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Singles-Wandern in der Pfalz |

Schon mal was davon gehört? - Für Singles und allein Erziehende ab ca. 30 Jahren. Die Veranstaltungen finden ohne Kinder statt, um den allein erziehenden Vätern und Müttern einmal die Gelegenheit zu geben, etwas für sich zu tun. Keine ausgesprochene Partnervermittlung. Wir sind eine offene Gruppe, jede/r kann mitkommen, ob einmalig oder regelmäßig.
Immer einmal im Monat treffen wir uns sonntags (von 10:00 Uhr bis ca. 16:00/17:00 Uhr), um gemeinsam unsere freie Zeit zu gestalten. In gemäßigtem Wandertempo entdecken wir nach und nach die Pfalz. Auf ausgesuchten Wanderwegen treffen wir auf so manch' Sehenswertes, genießen wunderbare Ausblicke auf die Landschaft und erfahren etwas über die Geschichte der Pfalz. Und noch viel mehr: Beim Aufenthalt an frischer Luft kann man/frau wunderbar entspannen, abschalten und neue Kraft für den Alltag schöpfen. In lockerer Atmosphäre lernen wir Gleichgesinnte kennen und knüpfen so manche neue Freundschaften. Wenn möglich ist unterwegs eine Einkehr in einer Waldhütte eingeplant. Unser Ausgangspunkt: immer wo anders in der Pfalz. Informiert Euch gern unter www.mit-ina-unterwegs.de und Tel. 06303-925443, was derzeit geplant ist. Kostenbeitrag pro Teilnehmer pro Wanderung: 10 € (vor Ort zu entrichten). Ich freue mich schon auf Eure Teilnahme!
Ina Schmitt Natur- und Wildnispädagogin
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Wahrlich, die Zeit zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar ist eine besondere Zeit: Die Zeit „zwischen den Jahren“ - eine Art Auszeit. Man entspannt von den Aktivitäten des abgelaufenen Jahres, man zieht Bilanz und schöpft frische Kraft für das neue Jahr.
12 besondere Nächte – für unsere Vorfahren waren sie auch als die „Rauhnächte“ bekannt.
Das Wort leitet sich wahrscheinlich von „Rauch“ ab. In dieser Zeit wurde vielerorts in Haus und Stall „geräuchert“. Der Duft von Weihrauch, Salbei und anderen Kräutern diente nicht nur dazu, alte Energien in Rauch aufzulösen, sondern auch, um böse Geister auszutreiben und sie fernzuhalten. Die Mythologie besagt, dass in dieser Zeit die Gesetze der Natur außer Kraft gesetzt seien und die Grenzen zwischen der „Anderswelt“ und unserer jetzigen Welt verschwimmen.
Die Rauhnächte – eine Zeit der Rituale und alten Bräuche. Ich erinnere mich noch daran, dass meine Oma erzählte, zwischen dem 31. Dezember und 1. Januar keine Wäsche zu waschen und aufzuhängen. Das bringe Unglück. Von Italien weiß ich, dass die Frauen beim Übergang ins Neue Jahr rote Unterwäsche tragen sollen. Warum? Andernorts wird beim Bleigießen in die Zukunft geschaut oder Frauen und Kinder ermahnt, nicht hinaus auf die Straße zu gehen...
So halten sich uralte Traditionen und werden immer weiter getragen. Für Ungläubige: Spürt einfach einmal selbst nach, wie es Euch in der Zeit zwischen dem 24. Dezember und 6. Januar ergeht, was Ihr erlebt, wie Ihr diese Zeit nutzt. Vielleicht geht Ihr einfach einmal nur hinaus in die Natur, unternehmt einen Spaziergang und erfreut Euch an den Energien, die Euch umgeben.
Ina Schmitt, Natur- und Wildnispädagogin; http://www.mit-ina-unterwegs.de
Im Dezember 2009 |
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Blättersammeln - Nicht nur Lernlektion des Biologieunterrichts - |
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Eiche und Buche - das sind die Bäume, die man üblicherweise kennt. Spannend wird es, wenn die Hausaufgabe lautet: Sammle von 25 unterschiedlichen Laubbäumen die Blätter, trockne sie, bestimme die Form, den Blattrand, die Blattadern. Wie wachsen die Blätter am Ast? Erstelle ein Herbar (herba = Kraut; "eine Sammlung getrockneter und gepresster Pflanzen bzw. Pflanzenteile für wissenschaftliche Zwecke" laut wikipedia).
Haben Sie zum Beispiel gewusst, dass es nicht nur "die Eiche" gibt, sondern dass man z. B. unterscheidet zwischen Traubeneiche, Stieleiche und Roteiche?
Dass man die Rotbuche von der Hainbuche unter anderem am Blatt erkennen kann? Dass die Hainbuche zu den Birkengewächsen gehört? Dass es Blätter gibt, deren Rand gesägt, gezähnt, gekerbt, gebuchtet, gelappt oder gefiedert sind?
Welche Blätter sind netznervig, welche fieder- oder parallelnervig? Die Blattstellung am Ast nennt man z. B. gegenständig (wenn sich die Blätter gegenüber stehen), oder wechselständig und quirlständig - mit Feinheiten wie z. B. gekreuzt gegenständig oder zweizeilig.
Warum brauche ich das noch, fragen Sie sich jetzt vielleicht?
Ganz einfach: Zum Öffnen der Sinne in der Natur! Zum genaueren Hinschauen. Gerade im Pfälzerwald haben wir ausreichend Gelegenheit dazu. Vielleicht ist es auch ganz gut zu wissen, dass ein Esskastanienbaum in der Nähe steht. Wir haben ihn anhand der Blätter auf dem Weg entdeckt. Seine Früchte schmecken wunderbar!
Anregungen für Familien - zum Spielen: Wir gehen in den Wald und sammeln unterschiedliche Blattformen. Bei unserer Rast versuchen wir, ein ähnliches Blatt vor Ort zu finden.
Fortgeschrittene: Welches Blatt ist das? Wie sieht es aus? Wo habe ich es gefunden? (Bestimmungsbuch mitnehmen)
Mit getrockneten Blättern (insbesondere im Herbst) lassen sich auch wunderschöne Bilder kleben!
Ina Schmitt, im Herbst 2009 www.mit-ina-unterwegs.de |
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Nachtrag zur Pilzexkursion |
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Die „Pilzexkursion der besonderen Art“ fand ich so interessant, dass ich sie Ihnen gern für das nächste Jahr empfehlen möchte. Termin und Ort (im Pfälzerwald) stehen ab ca. Mitte Juli 2010 fest. Hier der Presseartikel – zum Neugierig-werden:
Rückblick: „Pilzexkursion der besonderen Art“ am 26.09.09

Der Kiefernporling wird in Asien als Heilpilz verwendet
„Der Hallimasch ist übrigens das größte Lebewesen der Erde!“ erfuhren die Teilnehmer der diesjährigen „Pilzexkursion der besonderen Art“ am Billesweiher (Nähe 67680 Neuhemsbach) von dem Leiter der Exkursion, dem Pilzforscher Dr. Marc Stadler.
Trotz des relativ trockenen Wetters fanden wir, kaum dass wir ein paar Schritte in den Wald unternahmen, eine große Artenvielfalt an Pilzen, wenn auch nicht immer solche, die als essbar gelten. Doch darum ging es auch gar nicht in erster Linie. Mit großer Fachkenntnis ließ uns Dr. Stadler eintauchen in die Welt der Pilze, die längst nicht vollständig erkundet ist und uns immer weiter zu neuen Erkenntnissen führt. Wir lernten viel über die bereits erforschten Wirkstoffe aus Pilzen für Medizin und Industrie. So zum Beispiel, dass ein bekanntes Chemieunternehmen aus dem unscheinbaren breitblättrigen Samttrübling, den wir am Wegrand fanden, ein - mittlerweile synthetisch herstellbares - Pflanzenschutzmittel entwickelt hat; dass Wirkstoffe aus Pilzen längst als Antibiotika Einsatz finden und dass der Kiefernporling (siehe Foto) bei den Asiaten als Heilpilz verwendet wird.
Es gibt Pilze, die nach Rettich riechen und als „Rettichhelmlinge“ bezeichnet werden (im letzten Jahr hatten wir bereits den Knoblauchschwindling gefunden). Es gibt Pilze, die danach bezeichnet werden, wie sie aussehen – Risspilze, Sprödblättler...
Ein morscher Ast mit kleinen „Knubbeln“ ließ uns für eine Weile stillstehen: „Bei den Baumpilzen tut sich noch ein riesen großes Forschungsgebiet auf“, erklärte Dr. Stadler. Viele Pilze entdecke man erst im Labor. Im Wald (auf dem Holz oder in den Pflanzen) seien sie mit bloßem Auge oft gar nicht sichtbar. – Nebenbei erwähnte er auch das mögliche Pilzvorkommen im eigenen Heim, das nicht selten zu Allergien führe.
Grünblättriger Schwefelkopf, netzstieliger Hexenröhrling, Lackbläulinge, Faltentintlinge – unser Weg hatte wirklich viel zu bieten, wenn man nur genau hinschaute! Manche Pilze wirken in Verbindung mit Alkohol toxisch, bei manchen wird die giftige Wirkung durch das Einlegen in Alkohol unterbunden und sie lassen sich als Geschmacksverstärker in Schnaps einsetzen (Russland).
Und es gibt Pilze, die sehr fein schmecken, z.B. das „Kuhmaul“. Dieser Pilz soll laut Dr. Stadler noch besser munden, als der Sommersteinpilz, den wir ebenfalls entdeckten.
Einen besonders leckeren Pilz fand einer der Teilnehmer gleich zu Anfang unserer Exkursion: die Krause Glucke. „Ein sehr feiner Speisepilz!“, meinte auch Herr Dr. Stadler. Aber von Sand befreien sollte man ihn schon, sonst knirscht es zwischen den Zähnen!
Die nächste Pilzexkursion für das nächste Jahr ist schon angedacht. Zeit und Ort werden im Laufe des Sommers 2010 auf www.mit-ina-unterwegs.de bekannt gegeben.
Für mich hat diese Exkursion wieder einmal verdeutlicht:
Die Natur besitzt alles, was wir Menschen brauchen, um ein Menschenleben zu ermöglichen. Wir sollten sie (wieder) schätzen lernen!
Ina Schmitt Im September 2009 |
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Trekking - geht auch im Pfälzerwald! |
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www.trekking-pfalz.de
Unter freiem Himmel (oder im Zelt) schlafen, Lagerfeueratmosphäre am Abend, mit Camping-Kocher, Verpflegung, Schlafsack und Isomatte ausgerüstet von Trekking-Platz zu Trekking-Platz wandern - das ist seit Kurzem ganz offiziell an der Südlichen Weinstraße im Biosphärenreservat Naturpark Pfälzerwald erlaubt:
Gleich sieben Plätze dieser Art hat der Verein Südliche Weinstraße e.V. zusammen mit "Landesforsten Rheinland-Pfalz", mehreren Ortsgemeinden und einer privaten Waldbesitzerin im Jahr 2009 zum Übernachten freigegeben (pro Platz jeweils eine Übernachtung). Erst bei der Buchung erhält man genaue Informationen, wie man dorthin finden kann. Ein kleiner Obulus ist bei der Anmeldung zu entrichten und los geht's in die Abgeschiedenheit des Pfälzerwaldes.
Dabei ist man gerade mal einen Katzensprung von Komfort und der nächsten Einkehrmöglichkeit entfernt. Auf der ausführlichen Internetseite findet man u. a. auch Tourenvorschläge, empfohlene Ausrüstungsliste und Informationen über eine mögliche Waldbrandgefahr. Vermisst habe ich lediglich eine Übersicht über die Übernachtungspreise. Diese werden jedoch angezeigt, sobald man den Buchungswunsch einträgt.
Hier nochmals der Link: www.trekking-pfalz.de Abenteuer wünscht
Ina Schmitt
www.mit-ina-unterwegs.de
(im September 2009)
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Herbst: Die Zeit der Ernte. Was habe ich geleistet über das Jahr? Welche Früchte tragen meine Leistungen? Was kann ich ernten?
Herbst: Danke sagen. Danke auch für die Früchte, zu deren Reifung ich nichts beigetragen habe, die mich genährt haben und die mich weiterhin nähren.
Herbst: Tod. Was wird absterben in diesem Herbst? Was soll in mir absterben? Was will ich ablegen, zugunsten neuer Knospen?
Herbst: Das Feuer prasselt im Kamin. Wir basteln Kastanienmännchen. Der Holundertee wärmt uns. Es fühlt sich wohl an, daheim zu sein.
Herbst.
www.mit-ina-unterwegs.de Im September 2009 |
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Wer einen Garten hat, darf sich glücklich schätzen: Es ist Erntezeit! Aber auch auf dem Wochenmarkt kann man zurzeit relativ günstig regionale Produkte erwerben.
Hier ein besonderes Rezept, bei dem die - leider oft unbeachtete, aber sehr gesunde - „Rote Beete“ verwendet wird. Im Übrigen ganz einfach nachzukochen!
Rote Beete-Gemüse mit Pellkartoffeln Rezept für ca. 4 Personen: ca. 2 kg Rote Beete - Knollen 1-2 Zwiebeln ca. 3 Äpfel Öl Salz, Pfeffer Eine Hand voll Sonnenblumenkerne Evtl: Lorbeerblatt, Wacholderbeeren Saure Sahne (Schmand) Dazu: Pellkartoffeln
Rote Beete-Knollen gut waschen, ggfs. schälen (muss aber nicht sein) und in grobe Würfel schneiden. Zwiebeln in dünne Schnitze schneiden. Äpfel schälen, in grobe Würfel schneiden und bereitstellen. Ggfs. Zitronensaft darüber träufeln, damit sie nicht so schnell braun werden.
Öl in den Topf, Zwiebelschnitze darin leicht andünsten (nicht braun werden lassen). Rote Beete - Würfel dazu geben. Mehrmals umrühren, dann mit Wasser auffüllen, so dass das Gemüse gerade bedeckt ist. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Deckel auf den Topf und ca. 15-20 Minuten garen. Apfelwürfel und Sonnenblumenkerne dazugeben. Nochmals ca. 5-10 Minuten garen. Je nach Geschmack können auch zuvor noch ein Lorbeerblatt und/oder Wacholderbeeren dazu gegeben werden.
Zusammen mit den Pellkartoffeln und einem großen Löffel Schmand servieren.
Schmeckt ganz besonders – und gut!
Die Rote Beete hat es im Übrigen in sich. Erkundigen Sie sich gern im Netz. Rote Beete-Saft wird auch zur Krebsbekämpfung eingesetzt.
Unsere Gene bestimmen, was uns gut tut: Esse das, was in deiner Umgebung wächst. Dann geht’s dir gut (meine bescheidene Meinung).
www.mit-ina-unterwegs.de Im September 2009 |
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Die Pilzsaison hat begonnen! Ein wahrer Insidertipp für Pilzesammler: |
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Pilzesammler haben es längst bemerkt: Dank des feucht warmen Klimas, das uns dieser Sommer beschert, findet man schon so einige essbare Pilze im Pfälzerwald. Bei unseren Exkursionen sind uns insbesondere die gelb leuchtenden, im Rohzustand etwas scharf schmeckenden, Pfifferlinge aufgefallen. Auch die Spagetti mit Steinpilzsauce haben wunderbar gemundet. Doch wer weiß schon etwas vom „rauchblättrigen Schwefelkopf“, dem „hirschbraunen Dachpilz“ oder kennt den „seidenstieligen Knoblauchschwindling“? Längst nicht alle Pilze, die man in Wald und Flur entdeckt, sind essbar. Viele (auch so genannte „giftige“) werden mittlerweile zu pharmazeutischen Zwecken eingesetzt.
Wer sich für eine „Pilzexkursion der besonderen Art“ interessiert: Der Pilzforscher, Dr. Marc Stadler, wird am Samstag, 26.09.09, im Raum 67680 Neuhemsbach, bei einer ca. zweistündigen Wanderung einen tiefen Einblick in die Verwertbarkeit und Wirkungsweise von Pilzen geben. Um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten . Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Weitere Informationen und Anmeldung: http://www.mit-ina-unterwegs.de/ und Tel. 06303-925443 |
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„Letterboxing“ – der echte Insidertipp, nicht nur für Familien! |
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Link: www.letterboxing-germany.de
Wenn Sie Ihre Kinder zu einem spannenden Erlebnis in der Natur motivieren möchten, so ist „letterboxing“ ein sehr gutes Zugpferd. Es soll aber auch genügend Erwachsene ohne Kinder geben, die dem Hobby „Letterboxen“ in der Pfalz längst verfallen sind. Ein paar wenige Utensilien benötigt es - z.B. Kompass mit Gradangabe, Stempel, Stift und ein „Download“ aus dem Internet auf der Seite www.letterboxing-germany.de - und schon kann es losgehen.
Letterboxing ist eine Form der „Schatzsuche“ bzw. „Schnitzeljagd“. Dabei steht der Spaßfaktor und der eigene Forscherdrang im Vordergrund. Neben dem gesunden Aufenthalt an frischer Luft lernt man wie von selbst die schöne und historisch interessante Gegend der Pfalz kennen. Dank vieler ehrenamtlich Tätiger ist die Häufigkeit des Vorkommens von „letterboxes“ in Rheinland-Pfalz besonders groß (Stand Ende 2008: knapp 100!). Dabei hatte Jochen Kastner aus Freinsheim, der Initiator von letterboxing-germany, erst im Jahre 2002 die erste Letterbox in Rheinland-Pfalz versteckt.
Der Begriff „Letterbox“ kommt aus dem Englischen und bedeutet zunächst einmal nur „Briefkasten“. In diesem speziellen Falle verbirgt sich dahinter eine zumeist mehrstündige Wanderung, deren Weg man sich anhand von verschiedenen Aufgabenstellungen nach und nach erarbeitet. Sind alle Aufgaben richtig gelöst, findet man – es ist jedes Mal fast unglaublich – an einem unscheinbaren Ort die versteckte kleine Box.
Hier eine mögliche Beschreibung, die zu einer Letterbox führen kann, als Beispiel:
Um die ...Letterbox zu finden, musst Du zuerst den alten Grenzstein... finden. Wandle die beiden eingemeißelten Buchstaben... in Zahlen um (A= 1) und addiere. In dieser Richtung (d. h. Gradangabe auf dem Kompass) gehe weiter... An einem Felsen steigst du die ersten drei Stufen hinauf. Drehe dich um. In ca. 10 Metern Entfernung erkennst du eine alte Eiche. Gehe dorthin... Es ist wirklich spannend, von einem Hinweis zum nächsten zu gelangen und schlussendlich die „letterbox“ ausfindig zu machen. Wie sie aussieht, werdet Ihr selbst erfahren. Im hinterlegten Logbuch kann man sich schließlich schriftlich und mit Stempel eintragen. Manchmal findet sich auch ein kleines Spielzeug zum Austauschen in der Box. (Bitte keine Süßigkeiten reingeben!).
Dank „Letterboxing“ haben wir schon so manch’ interessante Orte in der Pfalz entdeckt, z.B. den Kriemhildenstuhl mit seinem römischen Steinbruch , einen Keltenwall, die „Heidenlöcher, einige Burgen... Sogar ins Nachbarland Frankreich (Elsass) ist das Letterboxing-Fieber schon übergeschwappt! Zu viel möchte ich aber nun nicht mehr verraten. Schaut selbst gern nach.
Natürlich verstecken wir die Letterbox jedes Mal wieder ordentlich. Vielleicht seid Ihr ja die Nächsten, die sich im Logbuch eintragen?
Und wenn Ihr Lust habt, selbst einmal eine solche Tour zu erarbeiten – nur Mut! Viel Spaß beim Letterboxen und dem Erkunden der Pfalz!
(Letterboxen sind im Übrigen auch weltweit zu finden.)
Gruß
www.mit-ina-unterwegs.de
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Was ist ein "Ritterstein"? |
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Bei unseren Streifzügen durch den Pfälzerwald fallen mir immer wieder Sandsteinfindlinge am Wegrand auf, in die oft Geheimnis umwobene Namen eingemeißelt sind. Die Einmeißelungen sind mit gelber Farbe nachgezeichnet. Ferner finden sich immer wieder die drei Buchstaben „P.W.V.", ebenso gelb nachgezeichnet.
So sind wir z. B. schon an der „Schmugglerdell" oder am „Schlagbaum" vorbei gekommen. Es gibt einen „Schwörstein", die „Dunkelskehl", diverse „Schanzen"-Steine, den „Dreiherrenstein", den „Speckhenrich"-Stein, „Altes Landlöchel", „Wetzbrunnen" „Drei-Männer-Weg", „Müllerstisch" und noch viele, viele mehr.
„Was hat es mit diesen stummen Zeitzeugen auf sich? Wer hat sie aufgestellt? Auf was weisen sie hin?" fragten wir uns. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Ein älterer Wanderer enthüllte uns das Geheimnis: Es sind so genannte „Rittersteine".
Doch was bedeutete nun dies wiederum? Mit „Rittern" konnte es ja wohl eher weniger zusammen hängen. Mittlerweile weiß ich mehr und der Heimatforscher-Drang in mir ist längst geweckt.
Die „Rittersteine" wurden nach dem Reg.-Dir. K.A. v. Ritter (1836 - 1917, geb. im ehemaligen Stiftswalder Forsthaus, Kaiserslautern) benannt. Er war nicht nur Gründungsmitglied und bis ins Jahr 1912 der 1. Vorsitzende des Pfälzerwaldvereins, sondern auch leidenschaftlicher Wanderer und Heimatforscher. Zu nennen ist auch Herr Professor Dr. Daniel Häberle (1864 - 1934, geb. am Daubenbornerhof bei Kaiserslautern): Gleichfalls Heimatforscher und Mitglied und wissenschaftlicher Förderer des Pfälzerwaldvereins, hatte er Von Ritter die Anregung gegeben, Orientierungs- und Gedenksteine zu errichten, um die Erinnerung an die historische Bedeutung der markierten Stellen für die Nachwelt lebendig zu erhalten. Sie wurde begeistert aufgenommen und findet - wie man sieht - immer wieder Beachtung bei den Wanderern.
Zwischen 1910 und 1914 wurden im Pfälzerwald über 200 solcher Rittersteine aufgestellt. Mittlerweile sind etliche dazu gekommen. Die Buchstaben „P.W.V." deuten auf die fleißige Arbeit des Pfälzerwaldvereins hin.
Wer mehr über die Rittersteine wissen möchte, dem sei das handliche Büchlein „Rittersteine im Pfälzerwald" - Gedenksteine und Inschriften - Eine steinerne Geschichtsschreibung - von Walter Eitelmann wärmstens ans Herz gelegt. Darin finden sich in kompakter Weise eine Vielzahl an Hintergrundinformationen über die verborgenen Geschichten der „Rittersteine" sowie weiteres interessantes Geschichtswissen über die Pfalz. Ferner enthält es 59 Wandervorschläge, die von Walter Eitelmanns Wanderfreund, Ernst Kimmel aus Neustadt/W., ausgearbeitet wurden.
Buchtipp:
Walter Eitelmann:
„Rittersteine im Pfälzerwald" - Gedenksteine und Inschriften - Eine steinerne Geschichtsschreibung -
Mit 59 Wandervorschlägen von Ernst Kimmel
Eigenverlag: Pfälzerwald-Verein e. V., Ortsgruppe Neustadt
ISBN: 3-00-003544-3
Viel Spaß beim Entdecken der „Rittersteine" und den vielen Geschichten, die sich dahinter verbergen!
Ina Schmitt www.mit-ina-unterwegs.de 5/2009
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Die Pfalz - Immer wieder geheimnisvoll! |
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Eine "visuelle" Anregung zur weiteren Erkundung der Pfalz. www.mit-ina-unterwegs.de |
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Warum zum Maibaum der Kranz gehört |
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Autor: Ina Schmitt (www.mit-ina-unterwegs.de)
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Der 1. Mai ist nicht nur in Deutschland gesetzlicher Feiertag. Viele verbinden heute diesen Tag z. B. mit dem "Tag der Arbeit", dem "Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde".
Was viele nicht wissen: Der 1. Mai gehört zusammen mit der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai zu den Hauptfesten, die unsere Vorfahren, die Kelten, lange vor unserer Zeitrechnung gefeiert haben. Dieses Fest, das zeitlich gesehen in der Mitte zwischen der Frühlings-Tag- und Nachtgleiche und der Sommersonnwende liegt, nannte man u. a. laut irischer Überlieferung "Beltane". Bel - strahlend, leuchtend, glänzend und "Tene" - Feuer. Das Fest soll dem keltischen Sonnengott Belenus (auch "Bel" oder "Bal" genannt) gewidmet sein.
Die Kelten orientierten sich bei ihrer zeitlichen Einteilung vor allem nach Auf- und Untergangszeiten sowie nach dem Auf- und Untergangspunkt von Mond und Sonne am Horizont (Mond und Sonne gehen nicht immer an der selben Stelle auf und unter - beobachtet es gern einmal!). Sie teilten das Jahr in zwei Hälften - Sommer und Winter. Wie auch bei dem Samhainfest Ende Oktober, war der 30. April/1. Mai die Zeit des Übergangs. Diese Zeit war es auch, in der die Grenze zur "Anderswelt", zu Geistern, Feen und Verstorbenen, besonders durchlässig schien. Daraus resultiert womöglich auch die "Hexennacht"?
Welche Rituale und Gebräuche noch ganz ursprünglich keltisch sind, lässt sich heute kaum noch feststellen. Viele keltische Gebräuche und Festtage - nicht nur Samhain und Beltane - sind im Laufe der Jahrhunderte verändert, ergänzt, neu interpretiert und für eigene Zwecke genutzt worden.
Fest steht: Die Zeit um den ersten Mai symbolisiert den Anbruch des Frühlings, des Neuanfangs. Frische Kräfte erwachsen, Inspirationen haben Raum. Eine fruchtbare Zeit beginnt.
Vielerorts (auch in der Pfalz) stellt man heute einen Maibaum auf. Er ist Symbol des kraftvollen, männlichen Phallus. Ohne den dazugehörigen "Kranz", die weibliche Vulva, wäre er sinnlos, oder?
In diesem Sinne: seid fruchtbar, tanzt und erfreut euch an den neuen Kräften in und um euch! (Die Kelten haben es wahrscheinlich genau so praktiziert!).
Fruchtbare, frühlingshafte Grüße!
www.mit-ina-unterwegs.de
4/2009 |
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