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Gonbach

GonbachDer Ort Gonbach (Oberganenbach) liegt bachaufwärts an seinem Entstehungs­ort. In allen urkundlichen Aufzeichnungen werden Münchweiler und Gonbach als eine Gemeinde ausgewiesen. Im Jahre 1983 erhielt die Gemeinde die Genehmigung für ein eigenes Ortswap­pen.

In Gonbach übten vor der Französischen Revolution die Herren von Wieser die Ortsherrschaft aus, die diese durch Heirat von den Grafen von Leiningen-Wester-burg erlangt hatten. Auf die Herren von Wieser weist der blau-goldene Stern hin, während das blau-weiß-rot geteilte Feld die Farben der Herren von Flörs-heim wiedergibt.

Die Erinnerung an das Kloster Otterberg wird durch das Eichhörnchen wachgehalten. Das Weberschiffchen schließlich verweist auf den das Dorf in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts prägenden Wirtschaftszweig der Leineweberei.

In viergeteiltem Schild oben rechts von Blau und Silber und Rot geteilt, in Silber ein liegen­des rotes Weberschiffchen, oben links in Silber ein rotes Eich­hörnchen, eine goldene Eichel in den Händen haltend, unten von Gold und Blau gespalten, darin ein sechsstrahliger Stern in verwechselter Tinktur.

 

Zur Homepage des Ortes: http://www.gonbach.de

 

Gonbach - ein Dorf existierte zweimal zur gleichen Zeit

Egon Busch, Rockenhausen

Ein Dorf Gonbach wird zum ersten Mal in der Grenzbeschreibung von Sippersfeld aus dem Jahre 1019 genannt und dort als ein zum Sattelhof bei Alsenbrück gehöriger Ort bezeichnet. 1304 genehmigte Pfalzgraf Rudolf die Befreiung von allen Dienstbarkeiten, welche der Ritter Johann von St. Alban auf den Sattelhof und den dazu gehörigen Weilern Garrenbach und Wiesenbach dem Kloster Otterberg erteilt hatte. In diesem Zusammenhang wird der Ort dann 1342 wieder erwähnt, als Konrad von Lichtenstein seine vom Vater ererbten Güter zu „Alsenze" (= Alsenbrück) sowie dem „Seidelhof" (= Sattelhof) und sein Eigentum in den Dörfern Ganenbach und Wiesenbach (Wäschbacherhof) verkaufte. In einer Urkunde aus dem Jahre 1505 heißt es dann: „Die Gerichtsgemeinde Alsenbrück, welche die Orte Alsenbrück, Niedergonbach und Wiesenbach umfaßt, wird verurteilt..." Hier wird das frühere Ganenbach/Garrenbach als Niedergonbach bezeichnet. Wie nun aus diesen Aufzeichnungen klar hervorgeht, hat dieses Dorf ganz eindeutig auf Alsenbrücker Gemarkung gelegen, wahrscheinlich in der Nähe des Schoppswoogs und zum „Gericht" Alsenbrück gehört, das ja bekanntlich seit 1245 dem Zisterzienserkloster Otterberg unterstand.

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Gonbach - Ein Leineweberdorf 

Erich Glaser

Die Gräflich Wieserschen Dörfer Gonbach und Münchweiler wiesen schon frühzeitig einen beachtlichen Gewerbestand auf. Darüber besaßen sie eine Quellenseltenheit für Heimatkunde, das „Alte Zunftbuch für Münchweiler und Gonbach". Es existiert darüber ein Bericht von Pfarrer Emil Müller, Münchweiler, in den „Leininger Geschichtsblättern", Jg. 1913, S. 70. Dort lesen wir: Herr Ferdinand Andreas „des heiligen römischen Reiches Graf von Wieser, Herr von Zwingenberg, Friedelsheim und Herschberg, Ihrer röm. kaiserl. Majestät wirklicher Hofrat, Ihro Kurf. Durchlaucht zu Pfalz-Neuburg geheimer und Hofratspräsident" gestattete im Jahre 1724 die Aufrichtung einer Zunft für sämtliche in den Dörfern eingesessenen Handwerker und erteilte unter dem 2. September 1724 die Zunftartikel. Auf den 15. Oktober des wiederholt genannten Jahres wurden daraufhin die Handwerksleute der beiden Dörfer und auch einige auswärtige zur Begründung der Zunft eingeladen. Es ist merkwürdig, wie in einer an Fabriken armen Zeit einzelne Berufsarten auffallend stark vertreten waren, so vor allen Dingen der heute gänzlich verschwundene Beruf des Leinewebers.

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Gonbach - Vom Hanf zum Bauernleinen

Erich Glaser


Zahlreiche Wäscheschränke unserer nordpfälzischen Bauernhäuser bergen heute noch Schätze handgewebten Leinens aus vergangener Zeit; feinleinene Hemden, kräftige Handtücher, gemusterte Tischtücher, Bettücher, „Salveten" (so nannte man die Servietten) und Ballen unverarbeiteter Leinwand. Wohlgeordnet verwahrt sind sie heute noch der besondere Stolz der Hausfrau. Über die Herstellung des schönen und kräftigen Bauernleinens wissen die meisten heutigen Menschen nur noch wenig. Es war ein langer und mühseliger Weg vom Hanf zum Leinen. Und doch gab es vor einem Menschenalter kaum einen Hof, auf dem nicht Hanf angepflanzt wurde. Ein Scherzwort sagte: „Am dritten Freitag im Mai, drei Tage vorm Regnen, wird Hanf gesät." Ende August, Anfang September war das Wachstum der blütenstaubtragenden männlichen Hanfpflanzen beendet. Wenn sie sich gelblich zu färben begannen, war die Zeit gekommen, den Hanf zu „fimmeln". Die Frauen rupften die gelb gewordenen männlichen Pflanzen, den „Fimmel", auch Femmel genannt, heraus. War der Hanfsamen reif, dann kamen die 1-2 Meter hohen weißlichen Pflanzen, „Mastel" genannt, an die Reihe. „Fimmel" und „Mastel" kamen auf eine Wiese, wo sie zum „Reizen" ausgebreitet wurden („Retzberg" bei Sippersfeld).

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 gonbach_ortschronik

Die Ortschronik von Gonbach ist beim Bürgermeister des Ortes zu erwerben.

 

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