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Enkenbach-Alsenborn
Autor: Verbandsgemeindeverwaltung Enkenbach-Alsenborn   

Willkommen in der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn - Dem „Tor zu Pfälzer Wald“
Verbandsgemeindeverwaltung Enkenbach-AlsenbornVielen Dank für Ihr Interesse an unserer schönen Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn. Anbei finden Sie einige Informationen über uns und unsere Region.  Es würde uns freuen, wenn wir Sie demnächst bei uns begrüßen könnten. Wir haben nämlich einiges zu bieten:
Das wunderschöne Naturschutzgebiet „Mehlinger Heide“ mit der größten Heidelandschaft Süddeutschlands. Die neuen Attraktionen wie den Naturerlebnispfad, das Wanderwegenetz Rätselhafte Zeitzeichen und den besinnlichen Lebenspfad. Oder vielleicht ein Besuch im „kleinsten Zirkus“ der Welt, dem Bajasseum? Oder der Klosterkirche in Enkenbach-Alsenborn, oder, oder, oder...

Genau im landschaftlich reizvollen Übergang zwischen Pfälzerwald und Nordpfälzer Bergland gelegen, gilt die anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde Enkenbach-Alsenborn als „Tor zum Pfälzerwald“ und eignet sich hervorragend für Wanderungen.

Das Gemeindegebiet von Enkenbach-Alsenborn liegt in einer sich von Ost nach West erstreckenden nach Norden geneigten Mulde zwischen den letzten Ausläufern des Pfälzer Waldes mit Blick nach dem Nordpfälzer Bergland.

Funde aus der Jungsteinzeit, Grabhügel aus der Eisenzeit, Spuren von Siedlungen und Fundstücke aus der Römerzeit deuten darauf hin, daß unser Raum, in der Nähe einer alten Durchgangsstraße gelegen, schon in frühgeschichtlicher Zeit besiedelt war. Erst Jahrhunderte nach der Völkerwanderung entstand, wohl im Anschluss an einen Königshof, erneut eine Siedlung, die nach der Alsenzquelle den Namen Alsenborn erhielt und anläßlich einer Schenkung von Land an das Kloster Münsterdreisen 872 zum erstenmal urkundlich genannt wurde. Drei Jahrhunderte später entstand wohl aus dem alten Königshof eine kleine Burg, im Volksmund "die Burg" - Dieburg genannt, die für kurze Zeit einem Ministerialengeschlecht als Heimstatt diente. Zur selben Zeit - 1148 - gründete Graf Ludwig von Arnstein (aus der Lahngegend) zusammen mit einem Adeligen, dem Hunfried von Alsenborn, eine halbe Wegstunde von Alsenborn entfernt am Enkenbach (= Bach der Enken, der Viehhirten) ein Prämonstratenserinnenkloster, das mit Grundbesitz und grundherrlichen Rechten in unserer Gemarkung und darüber hinaus ausgestattet wurde.

Auf 1225 ist der Beginn der Bautätigkeit an der Klosterkirche in der Talaue am oberen Enkenbach anzusetzen. Um 1272 soll der Bau fertiggestellt gewesen sein.

Klosterkirche Enkenbach
Klosterkirche EnkenbachDurch Erwerb der Zehntgerechtigkeit zu Alsenborn und Schenkung des Patronatsrechts (1273) an der ebenfalls im 13. Jahrhundert errichteten alten Pfarrkirche der Dörfer Alsenborn und Enkenbach hatten die Pröpste des Klosters die alleinige Herrschaft über die zwei Dörfer erlangt. Dorch Streitigkeiten mit Adel und Fürsten, sodann wirtschaftliche Schwierigkeiten, die zu Verkauf und Verpfändung von Gütern führten, zwangen das Kloster zur Anerkennung der kurpfälzischen Schutzherrschaft. 1420 sahen sich die Nonnen gezwungen, die Hälfte der Dörfer Alsenborn und Enkenbach an Kurfürst Ludwig III. zu verkaufen. Kurpfalz ernannte einen eigenen Schultheißen für seine "Pflege".

In dieser Zeit des wachsenden kurpfälzischen Einflusses verlor auch das von den Grafen von Leinigen innegehabte Landgericht "uff dem Stamp zwischen Stauff und Alsinzeborn, das heißt an den Stolf (= Stühlen)" an Bedeutung, es war zum Rügegericht der "Neun Stühle" abgesunken.

Einschneidende Veränderungen brachte die Reformation. Nachdem der letzte Propst Michael Raybold 1557 das Kloster Enkenbach mit allen seinen Gütern an Kurfürst Ottheinrich abgetreten hatte, hob Friedrich III. im Jahre 1564 das Kloster endgültig auf, verleibte die Klostergüter der Geistlichen Güteradministration ein, und so wurden unsere Dörfer Teil des sogenannten Büttelamtes in dem kurpfälzischen Oberamt Lautern.

Die erste Hälfte des Dreißigjährigen Krieges brachte Herrschafts- und Konfessionswechsel. 1635 griff die Kriegsfurie auf unsere Dörfer über, als Kaiserslautern von den Kaiserlichen belagert wurde. Die Dörfer um die Stadt wurden geplündert und verwüstet und wer nicht rechtzeitig geflohen war, wurde ein Opfer der Soldateska und der Pest.

Als 1656, acht Jahre nach Friedensschluß, die kurpfälzische Regierung ein Verzeichnis der Steuerpflichtigen aufstellte, war die Bevölkerung von Alsenborn und Enkenbach auf den sechsten Teil der Vorkriegszahl herabgesunken.

Nur langsam nahm die Bevölkerung wieder zu, besonders durch Zuzug von Zuwanderen aus allen Teilen des Reiches, aber auch aus der Schweiz und dem westlichen Ausland, verzögert und gehemmt durch ständige Kriege, unter denen besonderes die Reunionskriege Ludwigs XIV. und der Spanischen Erbfolgekrieg immer wieder Bedrückung für die Menschen und Zerstörung der Wohnstätten mit sich brachten. Die zwei bedeutendsten Gebäude aus dem Mittelalter hatten die Kriegszeiten in ruinösem Zustand überlebt; die reformierte Pfarrkirche in Alsenborn erhielt 1733 ein neues Kirchenschiff, die 1707 den Katholiken zugesprochene Klosterkirche erstand erst im 19. Jahrhundert wieder in ihrer alten Schönheit. Die Lutheraner erhielten 1756 in Enkenbach eine eigene Kirche, die Vorläuferin der heutigen 1832 erbauten protestantischen Kirche.

Prot. Kirche Alsenborn
Prot. Kirche AlsenbornAn die Kämpfe in den französischen Revolutionskriegen erinnern die Schanzen an den Hängen des Schorlenberges und der Grabstein des preußischen Leutnants C. F. A. Oswald von Diebitsch im alten Friedhof von Enkenbach.

Die enge Verflechtung der beiden Dörfer durch einen gemeinsamen Schultheißen (bis 1795) und Bürgermeister endete mit dem Jahre 1825, und 1832 wurde der bis dahin gemeinsame Wald geteilt.
Eine günstige Verkehrslage zu Straßen und zur Stadt Kaiserslautern, der Anschluß an das Eisenbahnnetz (1871), sodann die Gründung von Gewerbe- und Industriebetrieben ließen die Bevölkerungszahl trotz einer starken Auswanderung um die Mitte des 19. Jahrhunderts stark anwachsen (1800: 1095, 1900: 3326; 1975: 6900).

Der Charakter von Bauerndörfern, der bis um die Jahrhundertwende vorherrschte, ging verloren. Enkenbach-Alsenborn ist weit in die Landschaft hineingewachsen und stellt sich dem Neubürger als Wohngemeinde dar.
1969 vereinigten sich beide Dörfer zur Gemeinde Enkenbach-Alsenborn.

Rätselhafte Zeitzeichen
Wandern Sie auf Themenwegen, die Sie in die vorgeschichtliche Zeit entführen.

Im nördlichen Bereich des Pfälzerwaldes, östlich von Kaiserslautern, befindet sich eine außerordentliche Anzahl von Hügelgräbern aus vorgeschichtlicher Zeit. Über 300 Grabanlagen sind bekannt und bilden vermutlich das größte zusammenhängende Vorkommen in Deutschland. Das Gebiet liegt im Zentrum des ehemals keltischen Siedlungslandes, in Sichtweite des Donnersberges, auf dem sich vor über 2000 Jahren eine der größten Stadtanlagen der Kelten befand. Neben diesen Begräbnisstätten finden sich vielfältige weitere Spuren und Zeichen, die von den Menschen vergangener Zeiten hinterlassen wurden. Vieles davon ist wissenschaftlich noch nicht erforscht und liegt oft unscheinbar in den Wäldern verborgen. Manches wird vielleicht für immer geheimnisvoll bleiben. Erstmals ist nun in einem Gemeinschaftsprojekt der beteiligten Gemeinden Hochspeyer, Fischbach, Enkenbach-Alsenborn und Mehlingen ein Wanderwegenetz von insgesamt 60 km entstanden. Dieses verbindet über 50 Stationen von oftmals „Rätselhaften Zeitzeichen“ miteinander. Wer diese Entdeckungstouren unternommen hat, der wird unsere Gegend zukünftig mit anderen Augen wahrnehmen und möglicherweise weitere mysteriöse Hinterlassenschaften aufspüren.

Sie können für diese Wanderungen auch gerne Wanderfürer über die Tourist-Information der VG Enkenbach-Alsenborn buchen.

Natur- und Vogelschutzgebiet „Mehlinger Heide“
Wandern -  Lernen - Staunen. Das kann man in der größten zusammenhängenden Heidelanschaft Süddeutschlands (Fläche ca. 410 ha.), die auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz entstanden ist. Ein Heiderundweg ca. 3,5 km, ein Waldweg ca. 4 km  sowie ein Heideerlebnispfad ca. 1,5 km führen mit Markierungen durch das Naturschutz- und Natura-2000-Gebiet. Schautafeln informieren Sie über den überregional bedeutsamen Lebensraum typischer, seltenr und gefährdeter an die 0. g. Biotope gebundener wildwachsender Pflanzen und wildlebender Tiere, insbesondere als Brutgebiet für Heidelerche, Ziegenmelker und andere gefährdete Vogelarten sowie als Lebensraum seltener und gefährdeter Heuschrecken, Schmetterlinge, Hautflügler und Libellen. Heidschnucken werden hier zur Landschaftspflege eingesetzt. Besonders in der Blütezeit zeigt sich die Heide von ihrer schönsten Seite. Und das alles erlebt man ohne Eintritt zu bezahlen, es sei denn man wünscht eine Führung, die über die Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn gebucht werden kann.

Alsenborner Lebenspfad
Für Familien die ideale Halbtageswanderung von 4,5 km bietet der Lebenspfad. Zwölf Stationen lenken mit viel Poesie die Gedanken auf markante Situationen des menschlichen Lebens. Höhepunkt des Lebnspfades ist ein Labyrinth aus Natursandsteinen. Wie im wahren Leben gilt es hier, zur Mitte zu finden, doch weiß man angesichts der vielenWindungen nie genau, wo man gerade steht und ob das Ziel nah oder fern ist. Der Eintritt ist frei, wenn keine Führung gewünscht ist.

Naturerlebnispfad
Hier wird die Wanderung selbst für die Kleinsten zum Erlebnis. Auf dem Rundweg mit einer Länge von 1,1 km freut man sich auf immer wieder auf die nächste Mitmach-Station. Fünf Themenbereiche an 15 Stationen  lassen hier die Kinder die Natur bewusster erleben. Der ortsnahe Einstieg am Waldstadion im Ortsteil Enkenbach erlaubt einen schnellen Zugang in einen Kriechtunnel, auf Schwingseile, auf die Tierweitsprungbahn, auf den  Barfußpfad und vieles mehr....

Yabadoo – Indoor Spielpark
Mehr Action geht schon fast nicht mehr!  Hier im Yabadoo Sportzentrum Mehlingen haben Kinder bis ca. 14 Jahre Spaß auf Trampolinen, Doppelschaukeln, Bungeetrampolin, Kletterberg, Wabbelberg, Hüpfburgen und der Mega-Rutsche. Einen Kleinkinderbereich gibt es auch. Wer dann noch nicht müde ist, versucht sich beim Softball- und Fußballschießen. Essen und Trinken kann man mitbringen oder zum „kleinen“ Preis in der Yabadoo Snackbar  kaufen. Auch Kindergeburtsgade kann man hier feiern. Bei mindestens 7 Kindern ist hierbei das Geburttagskind vom Eintritt befreit.

K1 – Waldseilpark
Hinauf ins Vergnügen! Ein wunderschönes Stück Natur, gesunde Bäume, ein paar Ladungen Bauholz, viele Meter Stahl und die Begeisterung, die Sie mitbringen – das sind die „Zutaten“ für die Attraktion im Pfälzerwald: Im K1 Waldseilpark Fröhnerhof  können Sie die reinste Freude am Klettern für sich entdecken! Die Parcours bestehen aus Übungen, die mit Hindernissen aus Drahtseilen, Schaukeln, Seilbrücken und Holzstegen den Weg von Plattform zu Plattform zu einem echten Abenteuer machen. Alpinistisches Sicherheitequipment macht das Balancieren, Rutschen und Klettern zwischen den Baumwipfelen möglich -  vom Schulkind bis zum Sportkletterer. Die Klettersaison beginnt Ende März und dauert bis Anfang November. Ein Kiosk ist auch vorhanden, in dem auch Nichtkletterer bzw. Zuschauer  erwünscht sind. Zu finden ist der Kletterpark an der L 395 neben dem Sportpark „Rote Teufel“ zwischen Enkenbach und Kaiserslautern.

Parfüm-Museum in Baalborn
Das Parfum-Museum mit Werksverkauf im angrenzenden Outlet liegt im Ortsteil Baalborn auf dem Werksgelände der Grün Parfüm  & Kosmetik  Produktions GmbH. Der Film „ Das Parfum“ (Verfilmung des Buches „Das Parfum“ von Patrick Süskind) animierte zu einem im Museumsbereitch noch nie da gewesenen Charakter . Zu bewundern ist hier die Parfumorgel mit 144 verschiedenen Duftölen inmitten einer Kulisse, die Sie eintauchen läßt in das Zeitalter des 17. und 18. Jahrhunderts. Wertvolle Flacons und eine „Rohstoffabteilung“  runden das Ganze ab.  Eine unheimliche Stimmung  umgibt Sie im Kellergewölbe mit der reosengroßen Destille.

Fritz-Walter-Museum
Die Privat-Ausstellung "Fritz Walter - in memoriam -"  entführt Sie in die Welt des genialen Fußballers, großartigen Sportsmannes und Menschen, der die Eigenschaften von Leistung, sozialer Verantwortung, Heimatverbundenheit und bescheidenes Auftreten vereinte. In seinem ehemaligen Wohnhaus läßt Familie Lutzi ihren weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Freund Fritz Walter nicht in Vergessenheit geraten. Bestaunen Sie die vielen Auszeichnungen, die unzähligen Ehrungen aus Sport und Politik sowie persönliche Erinnerungen und Fotos zu seinem Andenken.

Schloßkirche in Neuhemsbach
Schloßkirche in NeuhemsbachAuf den Ruinen der im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 zerstörten Burg der Freiherren von Flersheim wurde 1715 das Schloß Neuhemsbach errichtet. Die Schloßkirche in Neuhemsbach wurde im Jahre 1739 von Graf Friedrich Ludwig von Sayn-Wittgenstein 25 Jahre nach der Grundsteinlegung des Schlosses Neuhemsbach erbaut. Das Schloß wurde 1795 in den Revolutionskriegen von den Franzosen ausgeplündert und angezündet. Die Kirche blieb in ihrem Mauerwerk erhalten. 1805 wurden vier Neuhemsbacher Bürger beauftragt, die Schloßkirche bei einer Versteigerung durch die französische Domäneverwaltung in Mainz zu erwerben. Die Kirche wurde neu ausgebaut und konnte bald wieder ihrer Bestimmung übergeben werden. Die Ruinen des Schlosses wurden an Baulustige in der Umgebung verkauft, die die Gebäude bis auf die Grundmauern abtrugen. Noch heute kann man an manchem Haus in Neuhemsbach, am Altersheim Eselsmühle und sogar an der Synagoge in Münchweiler Baumaterial nachweisen, das vom Neuhemsbacher Schloß stammt.

 
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