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www.heimat-pfalz.de ist das neue fachübergreifende Informations- und Wissens-Portal für die gesamte Pfalz. Ständig neue redaktionelle Berichte und spannende Geschichten rund um die Pfalz stehen Ihnen kostenfrei zur Verfügung. Lernen Sie den Natur- und Kulturraum einmal ganz anders und intensiv kennen. Auch für interessierte Besucher der Pfalz bietet das Portal viele wichtige Hintergrundinformationen und Insidertipps rund um eine der schönsten Regionen Deutschlands. Auf unserem Portal befinden sich hunderte redaktionelle Berichte rund um die Pfalz. Nutzen Sie unsere Suchfunktion, um gezielte Informationen zu erhalten. Sie sind selbst ein Pfalz-Experte? Dann werden Sie Pfalz-Autor bei Heimat-Pfalz.
Geheimnisvolle Pfalz - Märchen und Sagen
Die Pfalz ist nicht nur das Land der Feste und Weine, sondern auch eine Region, die es versteht mit ihren geheimnisvollen Sagen zu verzaubern. heimat-pfalz.de sammelt und bereitet für Sie längst vergessene Pfälzer Sagen, Märchen und Geschichten auf. Unser Archiv wird ständig erweitert. Tauchen Sie ein in die Welt der pfälzischen Märchen und Sagen.
Pfalz Natur - Naturräume entdecken
Die Pollichia, der Verein für Naturforschung und Landespflege, stellt Ihnen die schönsten Exkursionen bei heimat-pfalz.de vor. Die ausführlichen Berichte regen zum Entdecken und Nachwandern an. Erleben Sie die Fauna und Flora bekannter pfälzischer Naturräume ganz intensiv.
Kleinodien erkennen
"Man sieht nur, was man weiß"
Unter diesem Motto, von niemand geringerem als Johann Wolfgang von Goethe, möchten wir an dieser Stelle Kostbarkeiten an unseren Bauwerken, Straßen und Brücken vorstellen. Diese Besonderheiten unserer Kulturdenkmäler werden von Peter Wasem im Kontext ihrer Geschichte erklärt und verraten damit einiges über die Gedankenwelt und den Brauchtum in der Zeit ihrer Entstehung. Die Texte sollen neugierig machen sowie den interessierten Leser zum Selbsterkunden, Erwandern und "Sehen-lernen" anregen.
Vorfrühling im Pfälzerwald
Hornung nannten ihn die Altvorderen, sein Herz ist die Narrenzeit. Die altdeutsche Wortform Hornung bedeutet „Bastard" oder „verschnitten", denn der Februar wurde schon früh mit weniger Tagen als die anderen Monate angesetzt.
Wer dem wilden Treiben des Faschings entfliehen will, der sollte in diesen Tagen die Wälder um Trippstadt aufsuchen.
In einsamen und idyllischen Waldtälern findet der Wanderer hier Stille und Kontemplation. Ist der Februar mild, finden sich nun die ersten Vorfrühlingsblüher. Bereits Mitte Februar kann man die ersten gelben Blüten des Huflattichs entdecken aber auch den ebenfalls gelben Winterling sowie das Schneeglöckchen und den Märzenbecher.
Wenn Steine Geschichte erzählen: Von Menhiren, Grenzsteinen und Rittersteinen im Pfälzerwald
„Die von Menschenhand aufgerichteten Steinblöcke von meist schlanker, spindelartiger Form haben ihre Bedeutung sicher im religiösen Bereich, in der Verehrung von heiligen Steinen. So muss allen Menhiren ein Gedanke zugrunde gelegen haben, der in Zusammenhang mit den Kultstätten der westeuropäischen Megalithkultur des 3. vorchristlichen Jahrtausends zu suchen ist“, schreibt die Geschichtshistorikerin Gisela Graichen in ihrem berühmten „Kultplatzbuch“, das unter anderem auch eine kleine Auflistung, wenn auch nicht vollständige, über Kultplätze und Menhire im Pfälzerwald enthält.
Tiere des Trippstadter Waldes - Die Wildkatze ein Schmuckstück unserer Wälder
Sie ist ein Schmuckstück unserer Wälder, die wunderschöne doch sehr scheue Wildkatze (Felis silvestris). Selbst erfahrene Naturliebhaber sind nicht imstande, eine echte Wildkatze sofort mit absoluter Sicherheit zu erkennen; denn so groß sind die Unterschiede zur Hauskatze nicht. Das Fell der Wildkatze hat mehr ein „Tigermuster“, während das der Hauskatze ein „Marmelmuster“ aufweist. Der verhältnismäßig dicke und buschige Schwanz der Wildkatze spitzt sich nicht zu, sondern endet stumpf, so dass er wie abgehackt aussieht. Außerdem ist die Wildkatze etwa ein Drittel größer als die Hauskatze.
Pfalz Geschichte – Die Zeit vor den Römern
Aufgrund von Funden, die aus archäologischen Grabungen stammen, aber vielfach auch die Erträge von Flurbegehungen durch interessierte Bürger darstellen, sind wir über die Anfänge der Besiedlung der Pfalz recht gut informiert. Schon im Altpaläolithikum (Altsteinzeit, in der Pfalz ab ca. 600 000 erste Funde) war der Mensch in dieser Landschaft heimisch. Zwar sind die Funde aus Alt- und Mittelsteinzeit nicht so häufig wie aus den späteren Perioden, doch zeigen Plätze wie etwa der Harzweiler Kopf bei Battenberg, wo in großem Stil das anstehende Gestein zu Werkzeugen verarbeitet wurde, dass der frühe Mensch die vorhandenen Ressourcen durchaus zu nutzen wusste.
Einer der wenigen untersuchten Höhlenfundplätze des Pfälzer Waldes, die Weidentalhöhle bei Wilgartswiesen, belegt, wie in anderen Gegenden auch, dass Höhlen und Abris (überhängende Felsdächer) schon seit der Alt- oder spätestens der Mittelsteinzeit gerne zu Wohnzwecken aufgesucht wurden. Da bis zum Beginn der Jungsteinzeit Mitte des 6. Jahrtausends v. Chr. der Mensch als Jäger und Sammler unterwegs war, also keine festen Wohnsitze kannte, sind die Spuren dieser frühen Bewohner der Pfalz schwieriger zu finden – abgesehen davon, dass in ganz Mitteleuropa die Siedlungsdichte während der Zeit der Jäger und Sammler sehr viel dünner war als in späteren Zeitabschnitten.
Der Ringwall auf dem Donnersberg
Das vulkanische Donnersbergmassiv beherrscht als mächtiger Eckpfeiler am Ostrand des Nordpfälzer Berglandes den Nordteil der Oberrheinebene bis hinüber zum Odenwald, zum Taunus und den Rheingaubergen. Ein Kranz heute zerstörter Burgen und Klöster aus der Zeit des Mittelalters, in den sich auch eine Abschnittsbefestigung auf dem Kübelberg einreiht, umgibt den Hauptteil des bewaldeten Massivs. Das Oval des Bergmassivs ist nach Süden, zum Pfrimmtal hin, in eine Anzahl von Kuppen und Hügelzügen aufgelöst. Hier im Südteil ist das berühmte Erzrevier des Berges, dessen Roteisenstein und Kupfer seit frühgeschichtlicher Zeit gewonnen wurden, während sich der Abbau von Silber und Kobalt seit dem Hochmittelalter nachweisen läßt. Eine Anzahl von Grabhügelgruppen in der umgebenden Landschaft, die Besiedlung der vorchristlichen Eisenzeit dokumentierend, häuft sich besonders im Raum am Südfuß des Massivs. Untersuchungen erbrachten in einer dieser Gruppen auch Grabfunde der älteren Hallstattzeit.
Geheimnisvolle Wetzrillen
An einem Strebepfeiler der katholischen Kirche in Dernbach finden sich eigenartige schiffchenförmige Vertiefungen, die von den Forschern als „Wetzrillen" bezeichnet werden. In Dernbach befinden sich jeweils 12 senkrecht stehende ca. 20 cm lange Wetzrillen an zwei Steinblöcken am südlichen Strebepfeiler des Chors.[1] – Die Entstehung solcher Rillen ist von Geheimnissen umwittert und es gibt Dutzende von Theorien, wie sie entstanden sein könnten. Das Verbreitungsgebiet der Wetzrillen reicht sogar bis ins alte Ägypten! Der Autor Walter Eitelmann hat in seinem Buch über die Rittersteine gleich eine ganze Reihe möglicher Ursachen zur Entstehung der Wetzrillen aufgelistet.[2]
Rathaus Speyer
Speyer ist eine historisch und kulturell bedeutende Stadt am Oberrhein mit gut 50.000 Einwohnern. Funde aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit belegen, dass es bereits vor 5.000 Jahren dauerhafte bäuerliche Ansiedlungen an einer Rheinfurt in der Gegend des heutigen Speyer gab.
Die Handwerkszeichen der Schmiede
Wer in einem Türsturz oder einem Fachwerbalken die Abbildung eines Hufeisens sieht, wird dieses mit dem Handwerk des Schmiedes in Verbindung bringen – auch wenn nicht jeder Schmied ein Hufschmied war und das Hufeisen in einigen Gemeinden als Dorfzeichen verwendet wurde. (z.B. in Flemlingen, Gleisweiler, Gommersheim, Roschbach, St. Martin und Schweighofen). – und dann gibt es noch das Hufeisen als Glückszeichen.
Die Sanduhr auf der Kanzel
Die Sanduhr auf den Kanzelbrüstungen in der Bad Bergzaberner Bergkirche und der St. Paulskirche in Kirchheimbolanden sind drehbar gelagerte Metallgehäuse angebracht, die jeweils vier Stundengläser enthielten. Beide Gotteshäuser wurden als Hof- und Schloßkirchen errichtet. Die Obrigkeit erließ bereits in der Reformationszeit Bestimmungen über die Länge der Predigt. Es sollte nicht zu kurz, aber auch nicht zu lange gepredigt werden. Die im Gottesdienst anwesenden Beamten sollten dies überprüfen. Ihnen diente die Sanduhr auf der Kanzelbrüstung ebenso wie dem Prediger.
Der Reithaken – ein vergessenes Küferwerkzeug
Bei den Handwerkszeichen der Küfer werden in der Regel zwei gekreuzte Haken dargestellt, die im Pfälzischen Wörterbuch als „Reithaken“ bezeichnet werden.[1] Im Landkreis Südliche Weinstraße lässt sich dieses Symbol als Handwerkszeichen der Küfer an rund 100 Gebäuden nachweisen. Ergänzt werden diese Haken in der Regel durch den Küferhammer (Schlegel) und/oder ein Fass. (Mit "Küferschlegel" kann ein Holzhammer gemeint sein, aber auch ein Hammer mit unterschiedlich ausgerichteten Finnen, wie er zum Losklopfen des Weinsteins im Fass verwendet wird).
Der Reithaken besteht aus einer rechteckigen Eisenstange, die in einer Krümme endet und einem darauf sitzenden beweglichen Läufer (= „Reiter“?). Diese Haken sind heute bei den Küfern weitgehend in Vergessenheit geraten und auch der Name „Reithaken“ ist kaum bekannt. (Reinhard Wolf aus Marbach weist darauf hin, dass zwei vor Jahren verstorbene Küfer den Begriff "Hebetse" verwendeten, der mit "Heben" =schwäbisch für Halten verwandt ist.) Dabei war dies ein unentbehrliches Werkzeug, das bei der Herstellung von Fässern vermutlich für mehrere Arbeitsvorgänge verwendet wurde.
Klimawandel als Hauptursache für die Auswanderung aus dem Alpenraum zwischen 1650 und 1700
Vorliegender Beitrag basiert auf der Veröffentlichung der beiden Verfasser (siehe unten) in der Zeitschrift „Pfälzisch-Rheinische Familienkunde“, 57. Jahrgang, 2008, Band XVI, Heft 7, Seite 409 – 414 und wurde nach der Auswertung neuer Literatur erheblich ergänzt. Zur Präzisierung des geografischen Bereiches wird festgestellt, dass unter dem Begriff „Alpenraum“ in Bezug auf diesen Beitrag vorrangig die höhergelegenen Regionen Österreichs und der Schweiz wie Tirol, Vorarlberg, Berner Oberland und Zentralschweiz und in abgeschwächter Form auch die angrenzenden Bergregionen gesehen werden.




