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Autor: Rudolf Wild, Annweiler
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Das bekannteste Symbol der Müller ist ein meist vierspeichiges Rad, dessen äußerer Rand – im Gegensatz zum Wagnerzeichen und dem „Mainzer Rad“ – mit kleinen Quadraten besetzt ist. Nicht immer lässt sich mit Sicherheit sagen, ob dabei das eindrucksvollste Erkennungszeichen einer Mühle – das durch Wasserkraft betriebene Mühlrad – dargestellt werden sollte. Es kann auch ein hölzernes Kammrad darstellen, wie es in den Mühlen als Zahnrad verwendet wurde.[1] Die Zähne waren aus Holz und konnten bei Verschleiß einzeln ersetzt werden.
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Autor: Dr. Hermann Müller
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Meine Kinderjahre verbrachte ich in Ramstein. Am Moorbach wohnte ich, habe an ihm gespielt, bin in ihm geschwommen und habe auf ihm auch manchen Unfug getrieben.
In meinem alten Schulheft von 1957 steht: „An der Moordammühle entspringt der Moorbach. Er fließt bis zur Oberschernau. Dort macht er ein Knie. Er fließt unter der Autobahn und zwei Wegbrücken hindurch. ...
Hier standen wir an den Ufern, spiegelten uns im Wasser und ließen unsere Schiffchen schwimmen. … “ Nebenstehendes Bild zeigt dieses Erlebnis.
Der Moorbach fließt weiter durch Weltersbach, an Obermohr und Niedermohr vorbei bis nach Bettenhausen bei Glan-Münchweiler. Dort mündet er in den Glan.
Das Gewann nahe der Quelle des Moorbachs heißt Moordamm und die nahegelegene, ehemalige Mühle war die Moordammmühle.
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Steinerne Erinnerungen an die Franzosenzeit |
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Autor: Rudolf Wild, Annweiler
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Die Geschichte der Südpfalz wird seit Jahrhunderten durch die Nähe zu Frankreich beeinflusst. So wurde die Stadt Landau als eine der 10 Reichsstädte der habsburgischen Vogtei im Elsass 1648 unter französischen Schutz gestellt und um 1690 begann unter Ludwig XIV der Ausbau zur „größten Festung der Christenheit". Die beiden Stadttore mit ihrer lateinischen Inschrift „NEC PLVRIBVS IMPAR" (auch einer Übermacht gewachsen) im Giebelfeld erinnern noch an diese Zeit. Auch das mit Kriegsornamenten reich verzierte Denkmal des 1690 verstorbenen Generals Monclar, das heute neben dem Französischen Tor in der Xylanderstraße steht, ist auf Lateinisch beschriftet.
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Der Ringwall auf dem Donnersberg |
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Autor: Philipp von Zabern Verlag, Mainz
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Das vulkanische Donnersbergmassiv beherrscht als mächtiger Eckpfeiler am Ostrand des Nordpfälzer Berglandes den Nordteil der Oberrheinebene bis hinüber zum Odenwald, zum Taunus und den Rheingaubergen. Ein Kranz heute zerstörter Burgen und Klöster aus der Zeit des Mittelalters, in den sich auch eine Abschnittsbefestigung auf dem Kübelberg einreiht, umgibt den Hauptteil des bewaldeten Massivs. Das Oval des Bergmassivs ist nach Süden, zum Pfrimmtal hin, in eine Anzahl von Kuppen und Hügelzügen aufgelöst. Hier im Südteil ist das berühmte Erzrevier des Berges, dessen Roteisenstein und Kupfer seit frühgeschichtlicher Zeit gewonnen wurden, während sich der Abbau von Silber und Kobalt seit dem Hochmittelalter nachweisen läßt. Eine Anzahl von Grabhügelgruppen in der umgebenden Landschaft, die Besiedlung der vorchristlichen Eisenzeit dokumentierend, häuft sich besonders im Raum am Südfuß des Massivs. Untersuchungen erbrachten in einer dieser Gruppen auch Grabfunde der älteren Hallstattzeit.
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Wein aus der Bibel an der südlichen Weinstrasse |
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Autor: Rudolf Wild, Annweiler
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Der Wein, der des Menschen Herz erfreut, wird in der Bibel häufig erwähnt. Der erste Bericht bezieht sich auf den Ursprung der Weinrebe nach der Sintflut. „Noah wurde der erste Ackerbauer und pflanzte einen Weinberg“ heißt es im 1. Buch Mose, 9 20.
Eine Legende, die aus diesen wenigen Worten entstanden ist, gestaltete der Künstler Prof. Gernot Rumpf als Brunnen neben der Sparkasse in Bad Bergzabern. – Die Legende selbst kann auf zwei Bronzetafeln neben dem Brunnen nachgelesen werden:
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Ein Gründervater der Bundesrepublik |
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Autor: Dr. Theo Schwarzmüller, Direktor des Instituts für pfälzische Geschichte und der Pfalzbibliothek in Kaiserslautern
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Der Pfälzer Albert Finck: Mitautor des Grundgesetzes und Geburtshelfer der Nationalhymne
An der Wiege der Bundesrepublik und des Grundgesetzes stand vor jetzt 60 Jahren, 1949, auch ein Pfälzer Katholik: Albert Finck. Seine Kraft schöpfte er zeitlebens aus den Quellen des christlichen Glaubens, den er mit einer heiteren Liberalität zu leben wusste. Wenn er von seinem Haus in Hambach zum Gottesdienst ging, kam er manchmal nur bis zu einer Weinstube am Schlossberg, erklärte aber augenzwinkernd: "Im Umkreis von 300 Metern gilt die Messe noch."
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Heldensteine von Edenkoben |
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Autor: Alexander Klein (www.rittersteineundmehr.de)
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Fährt man von Edenkoben in westlicher Richtung, die K6 entlang, so kommt man nach ca. 7 km an den Parkplatz „Lolosruhe“, welcher sich im Sattel zwischen dem Steigerkopf und dem Morschenberg befindet. Dort angekommen wandert man ca. 1 km in südlicher Richtung zum Schänzelturm. Dies ist ein 10 m hohen Aussichtsturm der im Jahre 1874 aus Buntsandstein gebaut wurde. Er soll an die preußischen Soldaten erinnern die hier im Jahren 1794 bis 1795 gekämpft hatten. Nun geht es weiter in westlicher Richtung, vorbei am Ritterstein mit der Inschrift - „Stelle um welche General von Pfau am 13. Juli 1794 fiel“ noch ca. ½ km bis zum Platz der drei Heldensteine.
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Autor: Alexander Klein (www.rittersteineundmehr.de)
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Das Kreuz ist das Glaubenssymbol des Christentums. Es symbolisiert zum einen den Opfertod Jesus Christus, und zum anderen die Verbundenheit der Menschen untereinander (Querbalken), sowie die Verbindung der Menschen mit dem Himmelreich (Längsbalken).
Ein Kreuz auf dem der gekreuzigte Christus (Corpus Christi) zu sehen ist, nennt man auch Kruzifix (vom lat. cruci fixus). Kreuze wurden ab dem 4. Jahrhundert aufgestellt. Die ersten wurden aus Holz gefertigt, dann kamen Steinkreuze aus Granit, Sandstein oder Basalt. Sie werden auch Flurkreuze genannt, da sie an den unterschiedlichsten Stellen in der Landschaft stehen. Man findet sie bei Kirchen, in Friedhöfen, in Gemeindezentren, an Wegen und Straßen, an Waldrändern, auf Anhöhen, Gemeinde- und alten Herrschaftsgrenzen, usw. ... Auftraggeber solcher Kreuzerrichtungen waren/sind die katholische Kirche und Privatleute.
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Ruhesteine und Napoleonsbänke |
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Autor: Alexander Klein (www.rittersteineundmehr.de)
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An vielen Stellen in der Pfalz, in Hessen, in Baden Württemberg und im Elsass findet man immer wieder die etwas in die Jahre gekommenen Bänke aus Sandstein. Sie stehen an Straßen oder Wegen, an ehemaligen Postrouten, auf Passhöhen, an Bächen, an Seen, auf Lichtungen, unter Bäumen, an Hochkreuzen, usw. ... Dabei handelt es sich um ein „Sitz- und Abstellmöbel“, gemacht um eine Last, welche auf dem Kopf oder Rücken getragen wurde auf den höher gebauten Flächen (Sturz oder verbreitertes Kapitell) abzulegen und die Sitzbank daneben, oder darunter, um auszuruhen.
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Autor: Alexander Klein (www.rittersteineundmehr.de)
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An vielen Stellen des Pfälzerwaldes, z. B. an Straßen, Wanderwegen, Parkplätzen, Weggabelungen, Lichtungen, Bergrücken oder im völlig abgelegenem Unterholz, findet man gelbe Inschriften auf rotem Sandstein. Meistens steht das Kürzel „P. W. V.“ unter der Schrift. Die Rede ist von den „Rittersteinen“. Das sind zumeist Sandsteinfindlinge unterschiedlicher Größe, die der Pfälzerwaldverein (PWV) im Gebiet des Pfälzerwaldes aufgestellt hat. Es können aber auch ganze Felsen sein, die diese typischen Schriften tragen und die dadurch zu „Rittersteinen“ gemacht wurden. Der „typische Rittersteine“ ist also ein Sandsteinbrocken oder Felsen mit eingemeißelter Inschrift und dem Kürzel „P. W. V.“, dessen Inschrift mit gelber Farbe nachgezeichnet wurde.
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Autor: Rudolf Wild, Annweiler
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Vor langer Zeit - man schrieb den Juli des Jahres 1879 - stellten die Verschönerungsvereine Annweiler und Landau den Antrag, auf dem Hohenberg bei Birkweiler eine acht Meter hohe kegelförmige Pyramide zu bauen, um den Besuchern ein freie Aussicht in die Rheinebene zu ermöglichen. Die Arbeiten müssen zügig voran gegangen sein, denn schon am 16. Oktober 1879 meldete der Landauer Anzeiger die Fertigstellung des Turmes. Die beiden Vereine sind längst in Vergessenheit geraten, nicht einmal ihr Schriftgut ist archiviert worden. Geblieben ist (oder war) ein Bauwerk, das ganz anders ist als all die anderen Aussichtstürme des Pfälzerwaldes. Sein Grundriss bildete ein lang gezogenes Oval, und über die spitz zulaufende Westseite führte eine Treppenrampe zur kleinen Aussichtsplattform. Längst waren jedoch die Bäume rundherum so hoch gewachsen, dass von der schönen Aussicht nicht viel übrig geblieben ist.
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50 Jahre Naturpark Pfälzerwald |
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Autor: Pollichia (www.pollichia.de)
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1. Wie kommt es zur Gründung des Naturparks Pfälzerwald?
Die Geburtsurkunde des Naturparks Pfälzerwald findet sich im Amtsblatt der Bezirksregierung der Pfalz. Und zwar unter dem Datum 6. Dezember 1958. Der Text fällt enttäuschend kurz aus. Unter der Überschrift „Verordnung zur Ergänzung der Verordnung zum Schutze des Pfälzer Waldes“ heißt es dort lediglich: Das „Gebiet führt ... als Erholungsgebiet die Bezeichnung Naturpark Pfälzerwald". Mehr braucht es streng genommen auch nicht, denn das Wörtchen „Erholung“ ist auch schon das Programm. Welches „Gebiet“ der neue Naturpark Pfälzerwald umfasst, das wird darin durch Verweise auf zwei ältere Verordnungen vom 4. März 1958 beziehungsweise vom 3. Oktober 1956 klar gestellt. In diesen früheren Verordnungen werden der Pfälzerwald und das Gebiet entlang der Deutschen Weinstraße als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen.
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Der Nordpfälzer Geschichtsverein e.V. |
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Der Nordpfälzer Geschichtsverein wurde 1904 als „Geschichtsverein auf heimatkundlicher Basis“ in Rockenhausen gegründet. Er ist in Rockenhausen ein fest etablierter Verein, der neben der Veröffentlichung von regionalhistorisch orientierten Schriften und Veranstaltungen auch das von ihm gegründete Nordpfälzer Heimatmuseum betreut. Mit seiner Arbeit möchte der Nordpfälzer Geschichtsverein einen Beitrag zur Förderung der örtlichen Geschichtsforschung leisten. Jährlich veranstaltet der Verein seit 1982 ein Symposion am Nordpfälzer Herbstfest mit Vorträgen zur Regionalgeschichte, daneben werden jährlich mindestens drei Exkursionen angeboten. Anlässlich der Jahreshauptversammlung finden Vorträge und Führungen statt.
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Pfalz Geschichte – Die Zeit vor den Römern |
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Autor: Dr. Andrea Zeeb-Lanz, Archäologin, Gebietsreferentin GDKE, Speyer
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Aufgrund von Funden, die aus archäologischen Grabungen stammen, aber vielfach auch die Erträge von Flurbegehungen durch interessierte Bürger darstellen, sind wir über die Anfänge der Besiedlung der Pfalz recht gut informiert. Schon im Altpaläolithikum (Altsteinzeit, in der Pfalz ab ca. 600 000 erste Funde) war der Mensch in dieser Landschaft heimisch. Zwar sind die Funde aus Alt- und Mittelsteinzeit nicht so häufig wie aus den späteren Perioden, doch zeigen Plätze wie etwa der Harzweiler Kopf bei Battenberg, wo in großem Stil das anstehende Gestein zu Werkzeugen verarbeitet wurde, dass der frühe Mensch die vorhandenen Ressourcen durchaus zu nutzen wusste.
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Kaiserslautern - Eine Stadt im Zeichen des Fisches |
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Wer sich im gesamten Stadtgebiet von Kaiserslautern mal näher umgesehen hat, dem sind sicher an diversen Stellen einige sehr kunstvoll gestaltete Fischskulpturen aufgefallen. Der Fisch stellt das Wappen der Stadt dar und ist auf eine Sage zurückzuführen. So soll im November des Jahres 1497 im Kaiserwoog ein recht ungewöhnlich großer und schwerer Hecht gefangen worden sein. Dieser wies ein Gewicht von 350 Pfund und eine Länge von 5,7 m auf. Außerdem habe der Hecht ein Kettchen mit einem Kupferring um den Hals getragen, dessen Inschrift lautete:
„Ich bin der Fisch, so am ersten unter allen in den See getan worden durch des Kaisers Friedrich des Anderen Händ den 5. Weinmonat im Jahre eintausendzweihundertunddreißig.“
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